Facebook Werbung ist eine der besten Möglichkeiten, um neue Leads (Interessenten an deinen Produkten oder Dienstleistungen) aufzubauen. Doch auch das Stärken der eigenen Markenbekanntheit oder das direkte Steigern der Umsätze sind häufig vorzufindende Zielsetzungen von Marketingverantwortlichen und Solopreneuren.

Das Schalten von Facebook Werbung ist zudem eine längst nicht so komplexe Angelegenheit wie etwa bei Google AdWords 🙂 (Dazu schreibe ich bestimmt noch Vieles mehr.)

Doch gilt es ein paar Dinge zu berücksichtigen, damit du auch von Anfang an lukrativ arbeitest. Genau dafür ist dieser Beitrag gedacht:

Facebook Werbung Schritt für Schritt erfolgreich schalten

Für einen kurzen Überblick, möchte ich dir die einzelnen Steps kurz auflisten. Natürlich gebe ich dir im Anschluss noch Tipps, wie ich die Prozesse für erfolgswolf und auch Kundenprojekte angehe. Zudem kannst du dir auch das Video anschauen, das ich extra für diesen Beitrag produziert habe:

  1. Kenne dein konkretes Ziel, das du mit Facebook Werbung erreichen willst (z.B. Klicks auf die Anzeigen, Conversions auf der Landingpage, Installationen deiner App, Aufbauen von Fans, Abspielen deines Videos …)
  2. Lege ein „Conversion Pixel“ für dieses Ziel an (falls möglich)
  3. Definiere deine Zielgruppe und lege auch diese zunächst im Facebook Werbeanzeigenmanager fest (Custom Audience, Lookalike Audience)
  4. Nimm eine Feinjustierung der Zielgruppen vor (unterteile Anzeigengruppen möglichst in unterschiedliche Altersgruppen und füge evtl. spezielle Interessen hinzu)
  5. Lege dein Gebot pro Tag oder pro Laufzeit fest, das du bereit bist zu investieren (es kann u.a. nach Klicks oder Impressions abgerechnet werden)
  6. Erstelle das eigentliche Werbematerial (also texte deine Werbung, lade Bilder oder das Video hoch bzw. konfiguriere ein Angebot)(gerade hierzu gibt es gleich noch jede Menge Tipps :))
  7. Überprüfe, ob du auch alle „erweiterten Optionen“ durchgeschaut hast, um alle Chancen optimal auszuloten (z.B. einen zusätzlichen CallToAction Button hinzufügen oder noch mehr Werbetext zu schreiben)
  8. Gib die Bestellung der Kampagne und somit der ersten Anzeigengruppe auf
  9. Wechsel nun in den Power-Editor und erstelle weitere Anzeigengruppen (möglichst nur mit einem geänderten Parameter, z.B. die Altersspanne der Zielgruppe)
  10. Kontrolliere regelmäßig deine Ergebnisse auf Erfolg! Optimiere so weit es geht. (achte vor allem auf den Relevanzfaktor der einzelnen Anzeigen)

Lass dich nicht abschrecken von dem ein oder anderen Schritt, der dir evtl. jetzt noch nicht viel sagt 😉 Wir gehen nun alles ganz in Ruhe durch.

Nach dem Schalten von 2 bis 3 Facebook Werbekampagnen wirst du die einzelnen Stellrädchen langsam erkennen. Bedenke, dass jede Branche anders tickt und somit auch die jeweiligen Zielgruppen.

Ich habe es schon immer gesagt: „Der Solopreneur hats schwör, hehe.“

Lies also erst den Text und schau dann das Video, oder halt andersherum. Ganz wie du magst 🙂

Facebook Werbung Schritt 1 – Was ist dein konkretes Ziel?

Wenn du das allererste Mal Kontakt mit Facebook Werbung machst, dann schau oben rechts im Facebook Menü nach dem kleinen Dropdown-Pfeil (siehe Bild).

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Dort hast du die Wahl eine erste Werbeanzeige zu erstellen oder direkt in den Werbeanzeigenmanager zu gehen. Wähle zunächst „Werbeanzeigen erstellen“ aus.

Du kannst den Prozess jederzeit abbrechen ohne einen einziegn Euro auszugeben. Also keine Angst und ran an den Speck!

Tipp: Du solltest vorab eine Facebook Fanpage erstellt haben, damit du von allen Anzeigenoptionen in späteren Schritten profitieren kannst.

Nach dem Klick auf „Werbeanzeigen erstellen“ gelangst du auf die Übersicht, das gewünschte Ziel auszuwählen, das du mit deiner Facebook Werbung verfolgst.

An dieser Stelle entscheidet sich schon, inwiefern deine spätere Anzeige von Facebook promotet wird. D.h. eine App-Installation hat andere Einstellungsmöglichkeiten als eine Videoanzeige und eine reine Text-Bild-Anzeige besitzt wiederum andere Optionen als z.B. das Hervorheben eines Angebots.

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Doch lass dich auch hier nicht verwirren. Beginne einfach mal mit dem ersten Ziel, Besucher auf deine Website zu bringen, ok? Wenn du das partout nicht willst, dann lies etwas weiter unten weiter 🙂

Tipp: Mit dem Ziel „Menschen auf deine Website zu leiten“, kannst du zunächst mal prüfen, ob deine Anzeigen überhaupt funktionieren. In einer Folgekampagne kannst du dann auf das Ziel der Conversionoptimierung wechseln. Fang erstmal an, die Mechaniken von Facebook Werbung zu verinnerlichen.

In den folgenden 3 Bildern habe ich dir einfach mal Screenshots von den Zielbeschreibungen von Facebook selbst gemacht. Darüber hinaus erkennst du auch ein jeweils ausgewähltes „Conversion Pixel“ (außer beim Video), das du mit mir gleich noch anlegen wirst.

 

Du erkennst, dass Facebook ebenfalls steuern möchte, wohin die Reise geht. Denn natürlich sollen die Nutzer von Facebook möglichst relevante und „seriöse“ Werbung sehen. Verunglimpfendes Material oder Dinge, die gegen Gesetze verstoßen werden eh von den Facebook Mitarbeitern herausgefiltert, noch bevor die Kampagne überhaupt aktiv geschaltet wird. (Doch sowas haben wir ja eh nicht vor ;))

Frage dich also, was du wirklich möchtest

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Einer der häufigsten „Marketingfunnel“ (Prozess, wie Menschen über die Präsenzen des Unternehmens geleitet werden) ist Folgender:

  1. Es wird dafür gesorgt, dass zielgruppenspezifischer Traffic (qualitativ hochwertige Besucherströme) auf eine Landingpage geleitet werden
  2. Dort wird sehr häufig die E-Mail Adresse des Besuchers eingesammelt (E-Mail Marketing ist der Burner, glaub mir :))
  3. Nun bekommt der neue Abonnent eine Reihe automatisierter E-Mails, die vornehmlich Vertrauen zum Unternehmen/Produkt/Dienstleistung aufbauen sollen (beim Anmeldeprozess zum Newsletter wird oft schon ein „kleines“ Angebot unterbreitet, der sogenannte Kundenaktivator)
  4. Es folgen zunächst E-Mails mit reinem Content, also purem Mehrwert für den Abonnenten
  5. Noch ein paar E-Mails weiter, folgen dann konkrete Angebote zu den Produkten/Dienstleistungen des Unternehmens mit Links auf die Verkaufsseiten (gerade in diesem Prozess spielt „die Psychologie des Überzeugens“: Robert Cialdini – Psycholgie des Überzeugens – Buchzusammenfassung (Dan’s Notizen)* eine große Rolle)

In diesem Zusammenhang werden auch die Click-Through-Rates (CTR), die Lead-Conversion-Rates (LCR) und die Sale-Conversion-Rates (SCR) erhoben und möglichst optimiert.

Auf Deutsch: Wie viele Menschen haben auf meine Facebook Werbung geklickt in Bezug dazu, wie viele sie insgesamt gesehen haben (CTR). Wie viele von den Menschen, die geklickt haben, haben sich auch in meinen E-Mail-Verteiler eingetragen (LCR). Wie viele Menschen im E-Mail Verteiler haben am Ende mein Produkt/meine Leistung gekauft (SCR).

Solltest du dir also noch nie Gedanken gemacht haben, wie ein dir völlig unbekannter Mensch deine Produkte/Leistungen kauft, dann nimm diese Marketingfunnel-Vorlage.

Du könntest auch „kalten Traffic“ (Menschen, die vorher noch keinen weiteren Kontakt mit dir hatten) auf deine Verkaufsseiten leiten. Doch du wirst mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht so viele Umsätze erzielen können, im Vergleich zum vorherigen Vertrauensaufbau.

Immer noch Schritt 1 – doch was gibt es denn noch für Ziele?

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Man man, irgendwie kommen wir nicht vorwärts, hehe. Ich denke, dass hier wird kein Blogbeitrag, sondern ein ganzes Buch 😉 (Na ja, alles für das Rudel!)

Solltest du mit deiner Facebook Werbung gar nicht auf direkte Leads aus sein, sondern du möchtest lieber deine Marke bekannter machen, dann kannst du natürlich trotzdem die obersten Ziele wählen. Nur solltest du dann darauf achten, eben keine CallToAction (Handlungsaufforderung z.B. zum Klicken) mit in den Text zu bringen.

Es würden sich allerdings auch Videoanzeigen lohnen, in denen du dich auf sympathische und authentische Weise vorstellst. So kannst du u.a. dein USP (Alleinstellungsmerkmal) kommunizieren.

Denke jetzt noch nicht über die Kosten nach. In den folgenden Schritten wirst du erkennen, dass du auch hier nur durch Testen optimierte Werte bekommst.

Schritt 2 zur optimalen Facebook Werbung – das Conversion Pixel

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Leider sehe ich häufig, dass die Erfolgsmessung einer Kampagne vieeeeel zu kurz kommt. Dabei ist es eines der zentralen Elemente, um überhaupt optimieren zu können.

Was genau meine ich?

Nun, du benötigst ein Messinstrument, das dir Bescheid gibt, sobald die geschaltete Facebook Werbung auch wirklich zum Erfolg führte.

Genau das ist möglich mit dem Conversion Pixel.

Facebook selbst hat für die Erstellung des Conversion Pixels eine prima Anleitung erstellt. Doch es kommt nicht bei jeder Zielauswahl zum Tragen. Daher sei nicht traurig, wenn du NOCH kein Conversion Pixel hast. 🙂

Du könntest nun den Prozess der Erstellung deiner ersten Facebook Werbung abbrechen und zunächst ein solches Pixel konfigurieren. Oder du schaust dich erstmal kurz weiter mit mir um, was es noch Tolles zu entdecken gibt.

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Selbst wenn du deine Kampagne live schaltest, kannst du immer noch nachträglich dieses Pixel generieren und anschließend verknüpfen. Alles kein Thema.

Nur eines vorweg: Die Logik des Conversion Pixel ist es, Facebook zu benachrichtigen, sobald eine gewünschte Aktion ausgeführt wurde. D.h. sollte z.B. jemand in deinem Onlineshop etwas, nach Klicken deiner Facebook Anzeige, gekauft haben, dann wird ihm die „Danke-für-deine-Bestellung“ Seite angezeigt. Genau auf dieser Seite muss das Facebook Conversion Pixel eingebaut sein.

Es handelt sich bei diesem Pixel lediglich um ein Stückchen Script, das in den Quelltext deiner Zielseite (die Seite, auf der das Ziel erreicht wird) eingefügt wird. Du musst nur Copy n‘ Paste beherrschen 🙂

In Schritt 3 und 4 wollen wir uns mal deine Zielgruppe(n) anschauen

Im Grunde hast du 2 Möglichkeiten in Facebook deine Zielgruppe für deine Werbung zu bestimmen:

– Entweder du erstellst eine sogenannte Custom Audience und daraus wiederum eine Look Alike Audience oder

– du bestimmst die Demografiedaten, sowie die Interessen und Verhaltensmuster selbst.

Was steckt also genau hinter diesen Mechanismen?

Ich habe dir wieder einen Screenshot gemacht, auf dem du erkennst, dass du mit den Daten deiner Kontakte eine Zielgruppe erstellen kannst.

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Rechtlich gesehen ist das ein heikles Thema. Du kannst dir vorstellen, dass Menschen, die nicht explizit zugestimmt haben, dass du ihre Daten für Werbezwecke einsetzt, nicht gerade begeistert davon sein werden. Doch die Anwälte liefern sich mal wieder wahre „Argumentationsschlachten“, wann es datenschutzkonform wäre und wann halt nicht. Eine sehr schön strukturierte Quelle zu dem Thema Datenschutz findest du hier.

Ich gebe zu diese Mechanismen mit E-Mail Kontakten, die ich aber vorher gefragt habe, durchgeführt zu haben. Allerdings habe ich zeitgleich auch eine identische Kampagne aufgebaut, bei der ich die Zielgruppe selbst definiert habe. Und siehe da, die selbst angelegte erzielte eine höhere Zielerreichung. Das ist natürlich alles andere als statistisch signifikant bewiesen 😉

Mein Tipp: Verzichte zunächst auf die Erstellung einer Custom und Look Alike Audience und lasse noch ein paar Tage ins Land gehen, bis eine eindeutige Rechtssprechung darüber entscheidet.

Zudem solltest du deine Zielgruppe eh besser kennen als irgendein Tool auf dieser Welt. Vermeintlich, hehe.

Welche Daten kannst du also für deine Zielgruppe auswählen?

Natürlich habe ich dir auch hierzu ein Screenshot gemacht.

Bei deiner Facebook Werbung kannst du z.B. die Länder, Städte oder Orte auswählen, in denen deine bevorzugte Zielgruppe sitzt. Gerade für lokale Geschäfte ist dies eine wichtige Option. Denn wer einen kleinen Schreinerbetrieb in Dortmund hat, der möchte sehr wahrscheinlich keine Werbung für Berliner schalten 😉

Darüber hinaus wählst du die Altersspanne deiner Zielgruppe aus. Ich empfehle hier kleinere Spannen zu verwenden und lieber mehrere Anzeigengruppen zu erstellen. Wähle z.B. Menschen zwischen 29 und 49 Jahren aus. Später, nach dem Erstellen der Kampagne, kannst du ganz einfach noch weitere Anzeigengruppen hinzufügen und weitere Altersspannen angeben. Du wirst sehen, dass Menschen in unterschiedlichen Altersklassen ganz anders auf deine Werbeanzeigen reagieren. Nur so kannst du im Verlauf der Kampagne auch wirklich optimieren!

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Weiterhin kannst du die Facebook Werbung auch nur für Männer oder Frauen schalten, sowie die bevorzugten Sprachen auswählen. Ich denke diese Punkte erklären sich von selbst 🙂 (Bewirbst du eine Handtasche mit deutschem Werbetext, so stellst du es wahrscheinlich besser auf „Frauen“ und „Deutsch“ ein. Nein, ich will hier keine Genderdiskussionen vom Zaun brechen. ;))

Du kannst noch weitere Demografiewerte auswählen. Z.B. filtert Facebook Informationen zu Menschen, die evtl. weit von zu Hause entfernt leben oder gerade wieder Single geworden sind. Jaaa, nahezu alles ist möglich!

Ebenfalls kannst du auch die Interessen auswählen, die deine Zielgruppen vermeintlich haben. Mögen sie „Onlinemarketing“ oder „Geld verdienen im Internet“? 🙂 Wähle möglichst aus den Interessen, die von Facebook vorgegeben werden. Du könntest auch selbst Begriffe eingeben, allerdings leidet die Wahrscheinlichkeit der Werbeauslieferung.

Teste einfach die Optionen aus. Nur bedenke, dass du bitte jeweils EINE KONKRETE Zielgruppe pro Kampagne auswählst. Denn du experimentierst ja schon mit den Altersspannen der einzelnen Anzeigengruppen, sofern du dich an meine Tipps hältst.

Schritt 5 – Wie viel Geld magst du für deine Facebook Werbung investieren?

In diesem Schritt geht es ums gute Geld.

Es gibt hier natürlich kein Richtig und kein Falsch. Entweder du bist darauf aus, deine Kampagen zu einem positiven ROI (return on invest) zu führen oder willst u.a. dein Image (z.B. Markenbekanntheit) ausbauen.

Es wäre natürlich schön, sofern du für jeden ausgegebenen Euro gleich 2 zurück bekommst 🙂 Das wäre ein Return von 100 Prozent. Die Faustformel solltest du im Kopf haben:

((Einnahmen – Kosten) / Kosten) x 100 = ROI in Prozent

Bei Image- bzw. Brandingkampagnen kommen die Einnahmen zumeist erst in viel späteren Kunden-/Produktlebenszyklen zum Tragen.

Ich schalte für erfolgswolf und meine kleine SEO Agentur Wenda IT & Web monatlich für ca. 300 Euro Werbung. Davon fließen ungefähr 200 Euro in Facebook und 100 Euro teilen sich noch auf in Google AdWords und Onlinewerbung. Nur damit du für dich Anhaltspunkte hast.

Du kannst ein tägliches oder ein Laufzeitbudget festlegen. Facebook versucht jeweils auf deine Wünsche hin zu optimieren. Und das klappt meins Erachtens hervorragend.

Ich würde IMMER ein Enddatum angeben. Stell dir mal vor du kippst einfach um (Ich hoffe es zwar nicht, aber wer weiß…). Dann laufen die Investitionen einfach weiter und vielleicht ist deine Kampagne noch gar nicht optimiert. Dies würde unnötige Kosten verursachen.

Klicks oder Impressions, das ist hier die Frage

Impressions sind die Einblendungen, die du mit deiner Facebook Werbung erhalten kannst. D.h. du würdest pro tausend Mal eingeblendet werden x Euro bezahlen.

Oder du bezahlst die einzelnen Klicks auf deine Anzeige.

Auch hier gilt es herauszufinden, was für deine Kampagne von Vorteil ist. Ich z.B. kopiere immer eine neue Kampagne und lasse beide Varianten für jeweils einen Monat laufen. Dann sehe ich bei welcher Variante ich Investitionen einsparen kann, bei einem besseren Ergebnis. Schlau oder? 😉

Facebook ist wirklich prima darin, deine Anzeigen zu optimieren. Doch am Ende zählt nur die Erreichung deiner Ziele. Daher musst du gerade am Anfang einer Kampagne testen was das Zeug hält.

Teile also gedanklich deine Investitionssumme durch zwei und kopiere gleich mit mir einfach deine Kampagne. Wähle zunächst mal „Bezahlen und Optimieren nach Klicks“ aus.

Schritt 6 – Wie erstellst du eine unwiderstehliche Anzeige?

Ok, jetzt geht es ans Eingemachte.

Wir dürfen jetzt nur nicht die Nerven verlieren. Alles hängt nun davon ab, eine Anzeige zu entwickeln, die tatsächlich bei unserer Zielgruppe ankommt.

Oh Gott, ich kann gar nicht hinsehen. „Wenn das schief geht!“ „Was würden meine potentiellen Kunden da draußen nur von mir halten!!“

Allzu häufig höre ich diese oder ähnliche Bedenken. Ich kann dir sagen: Blödsinn!

Facebook Werbung ist Entertainment. Kein Mensch steht auf langweilige „seriöse“ Werbeanzeigen und Stockfotos. Genauso stehen sehr wenige Menschen bei YouTube auf Unternehmens-Image-Filmchen.

Egal, ob du nun ein Werbevideo, eine Bild-Text Anzeige oder ein Angebot hervorheben magst; es gibt ein paar Tricks, die sich besonders bewährt haben, um viele qualifizierte Leads zu bekommen.

Hebe dich IMMER von den anderen Anzeigen ab

Das ist sogar einfacher als gedacht.

Nach meinen nun fast 100 Facebook Kampagnen weiß ich worauf die unterschiedlichsten Zielgruppen besonders „abfahren“.

Tipp 1: Gestalte die Hintergrundfarben deiner Anzeigen mit auffälligen Farben, die NICHT so aussehen wie Facebook. Also blau oder weiß ist bitte zu unterlassen. Für die erfolgswolf Anzeigen funktioniert meine Corporate Design Farbe braun fantastisch.

Tipp 2: Rede nicht von dir oder von Features. Kommuniziere die Benefits. Viele Firmen sagen immer wie toll sie sind. Und dass sie so tolle Produkte haben… gääähhn.

Sag deinen zukünftigen Leads wie toll sie sind. Und was sie alles davon haben, wenn sie JETZT bei dir vorbeikommen.

Tipp 3: Sage der Zielgruppe was sie JETZT konkret tun soll. Man spricht hier von der sogenannten CTA (call to action). „Klicke auf den Button unter dem Bild!“ „Schau dir jetzt das Video bis zum Ende an!“ etc.

Du glaubst, das funktioniert nicht?! Dann solltest du unbedingt die ein oder andere Studie lesen, die genau belegen, dass Handlungsaufforderungen immer besser klappen, als eben keine Handlungsaufforderung. 🙂

Bauen – Messen – Lernen ist auch hier die beste Methode, um kontinuierlich besser zu werden

Somit kommt Schritt 7 – Die etwas versteckten „erweiterten Optionen“ der Facebook Werbung

Wer nun schon auf den grünen „Bestellung aufgeben“ Button klickt, verschenkt unglaubliches Potential.

Achte mal auf die noch eingeklappten „erweiterten Optionen“. Dort hast du nämlich die Möglichkeit zu deinem Werbetext noch satte 200 Zeichen extra zu schreiben. Wow! Und an dieser Stelle verrate ich dir ein Branchengeheimnis:

Die Typindikatoren nach Briggs

Jeder Mensch ist in unterschiedliche Facetten bzw. Charaktereigenschaften unterteilt. Sie dir mal die Erkenntnisse von Myers Briggs an. Einfach klasse!

Demnach gibt es 4 Extreme Ausprägungen wie ein Mensch geschaffen ist. Es gibt die „Koleriker“, die immer sofort wissen müssen was jetzt genau zu tun ist. Es gibt den „Schritt für Schritt Typ“, der ohne eine Beschreibung einer genauen Abfolge nicht weiterkommt. Es gibt den „Beweistyp“, der immer Beweise benötigt bevor er etwas glaubt und bevor er die nächste Aktion ausführen würde. Und es gibt den am meisten anzutreffenden Charakterzug eines Menschen: Der „Gefühlsmensch“. Mit Emotionen kann man diese Menschen am besten überzeugen etwas zu tun.

Allerdings besitzen wir alle diese Facetten in unterschiedlichster Zusammensetzung. So gibt es z.B. auch Beweistypen, die nur Schritt für Schritt weiterkommen.

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Diese Erkenntnisse setzen wir in unseren Werbetexten ein. Und da wir in der Facebook Werbung nun 200 Zeichen extra haben, sollte es uns nicht schwer fallen eine beweislastige, emotionale, Schritt für Schritt Anleitung zu texten, die am Ende, für den Koleriker, zu einem Call to action Button führt, auf dem steht, was es nun zu tun gibt. 🙂

Denn genau den kannst du auch noch auswählen. Entscheide dich für den Button mit der besten Aufschrift für dich bzw. für das was du eigentlich willst. So kannst du u.a. aus „mehr erfahren“, „registrieren“, „jetzt kaufen“ etc. wählen.

Und jetzt bis du schon so gut wie durch mit deiner ersten Facebook Werbung.

Schritt 8 ist nun lediglich die Bestellung dieser Anzeigengruppe selbst.

Zur Erinnerung: Facebook Werbung besteht immer aus einer Kampagne, die mehrere Anzeigengruppen haben kann, wobei jede Anzeigengruppe auch wieder mehrere einzelne Werbeanzeigen besitzen kann.

Klicke also nun auf den „Bestellung aufgeben“ Button und folge mir zu Schritt Nr. 9.

In Schritt Nummer 9 geht es mit dem Power Editor in die nächste Runde, ähhh Anzeigengruppe

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Du solltest natürlich von vornherein wissen wie deine Kampagne strukturiert sein soll. Allerdings ist es bei den ersten paar Malen etwas schwierig zu entscheiden. Denn wie immer gilt, Training, Training, Training 🙂

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Wenn deine Bestellung abgeschickt ist, wirst du gefragt, ob du eine ähnliche Anzeigengruppe gestalten willst. Verneine das bitte erstmal.

Wechsel im Menü nun in „Werbeanzeigen verwalten“ und wähle dort den Power Editor.

Dort gibt es so einige Menüpunkte, doch lass dich nicht verwirren. Mache ein Häckchen vor der Bezeichnung deiner laufenden Kampagne (deine Kampagne muss von Facebook im Vorfeld akzeptiert worden sein). Klicke dann auf „übernehmen“.

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Nun bekommst du die Wahl, deine Kampagne zu bearbeiten. Genau das tust du auch und duplizierst im Untermenüpunkt „Anzeigengruppen bearbeiten“ deine gerade angelegte Anzeigengruppe.

Jetzt kannst du die Einstellungen abändern und als neue Anzeigengruppe speichern. Diesen Prozess machst du nun so oft wie du unterschiedliche Einstellungen testen magst. Erinnere dich an meine obigen Tipps. Vergleiche immer nur gleiche Einstellungen. Also, ändere am Anfang nur das Alter der Menschen in den Anzeigengruppen.

Wenn du dann, nach einiger Zeit, herausgefunden hast, welche Altersgruppe die beste für deine Ziele ist, änderst du den nächsten Wert. Z.B. das Interesse oder ähnliches. Bei jeder Änderung musst du noch auf den Button „Änderung hochladen“ klicken. Fertig!

Es folgt der letzte Schritt. Und das ist die Nummer 10!

Sei nicht traurig, sollte deine Kampagne nicht sofort das erreichen was du gerne hättest. Das ist völlig normal. Du benötigst halt Training und Ergebnisse.

Niemand weiß wie deine Zielgruppen auf deine Anzeigen reagieren werden. Und genau das ist doch das Spannende. 🙂

Nimm dir ganz konkret ein bis drei Monate Zeit, um Facebook Werbung zu lernen. Du wirst kontinuierlich besser werden, also im Hinblick auf deine Zielsetzungen. Da ist auch der Knackpunkt: Du musst messen, messen und nochmals messen.

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Auch in meinen Kundenprojekten ist es jedes Mal spannend. Oft sind einzelne Werbeanzeigen der Burner, die ich selbst im Vorfeld schon abgeschrieben hab. Vor allem die Anzeigen mit extrem knalligem Hintergrund waren bisher immer extrem klickstark. Doch du weißt ja nun, dass die Zielabsicht, also deine Conversion, das wichtigste Element ist.

Doch dazu schreibe ich lieber nochmal einen gesonderten Artikel. Denn Optimierungsmöglichkeiten gibt es sehr viele. Je nach gewünschter Leistungskennzahl (KPI) werden Kampagnen anders gesteuert (Controlling).

Mein letzter Tipp: Achte auf den Relevanzfaktor in einer Anzeige. Ab 500 Impressions (Einblendungen) berechnet Facebook diesen. Er geht von 1 bis 10 und besagt wie relevant deine Anzeigen in Bezug zu deinem Werbetext, Bild und Landingpage ist. Je höher dieser Wert ist, desto weniger Geld musst du ausgeben. Prima oder? Du wirst also belohnt sobald du deine Werbetexte und Bilder mit deiner Landingpage abstimmst. Verwende z.B. die gleichen Farben und Texte in der Anzeige wie auf der Landingpage und du erhältst schon einen akzeptablen Wert.

Lass mich also bis hierhin wissen, ob dir diese „kleine“ Anleitung für Facebook Werbung geholfen hat, eine effiziente Kampagne zu starten?!

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