Und warum du unbedingt deine Websitegeschwindigkeit messen musst

Um im Internet gefunden zu werden, ist die Suchmaschinenoptimierung von großer Bedeutung. Dabei werden sowohl die Inhalte als auch die technischen Hintergründe der Website optimiert, wobei Wert auf die Usabilty für die Besucher und die Korrektheit für die Suchmaschinen wie zum Beispiel Google gelegt wird. In diesem Artikel liegt der Fokos auf der Geschwindigkeit deiner Website und darauf wie du sie messen und optimieren kannst.

Definition Websitegeschwindigkeit

Unter Fachleuten wird die Geschwindigkeit von Websites PageSpeed genannt. Dieser beschreibt die Zeitspanne, in welcher eine Website vollständig vom Browser geladen wird (z.B: Firefox). Bei dieser Messung ist der oberste Grundsatz: Je kürzer desto besser! Optimale Ladezeiten liegen zwischen 0,5 und einer Sekunde. Werte zwischen ein bis zwei Sekunden sind jedoch auch noch
gut.

Vorteile für die Besucher

Langsame Websites mit einer langen Ladezeit schrecken Besucher ab, da das Warten Unruhe auslöst und einen Zeitverlust bedeutet. Die Nutzererfahrung ist für Websites von großer Bedeutung, da eine gute Usability die Nutzer länger auf der Seite hält und somit die Konversionsrate positiv beeinflusst.

Vorteile für die Suchmaschinen

Suchmaschinen wie Google haben natürlich das Ziel, ihren Nutzern optimale Ergebnisse zu zeigen. Daher spielt für sie das Nutzerverhalten auf den Websites ebenfalls eine große Rolle. Darüber hinaus wird durch die Messung und Optimierung der Website Geschwindigkeit neben der Usability auch die Crawlabilty optimiert.

So kannst du die Geschwindigkeit deiner Website messen

Zur Messung der Websitegeschwindigkeit kannst du PageSpeed Insights von Google nutzen. Dieses Tool sagt dir direkt, wie schnell deine Desktop- und wie schnell die Mobile-Version deiner Website ist. Dazu wird ein Punktesystem von 0 bis 100 Punkten verwendet, wobei 100 Punkte ein perfektes Ergebnis sind. Weiterhin zeigt dir PageSpeed Insights genau, welche Bereiche der Website noch Optimierungen bedürfen und in welchen Bereichen schon alle Kriterien für eine hohe Websitegeschwindigkeit gegeben sind.

Ausgewertete Kriterien:

  1. Antwortzeit des Servers (sollte unter 200 Millisekunden)
  2. Bilder (Größe und Menge)
  3. Browser-Caching aktiviert?
  4. CSS, HTML und JavaScript reduziert?
  5. „Above the fold“
  6. Komprimierung
  7. Sichtbare Inhalte priorisiert?
  8. Zielseitenweiterleitung verwendet?

Darüber hinaus werden ebenfalls die Nutzererfahrungen betrachtet und ausgewertet:

Websitegeschwindigkeit-messen-PS_Insights_Nutzererfahrung

Websitegeschwindigkeit-messen-PS_Insights_Nutzererfahrung

Wie auf diesem Bild zu sehen ist, werden auch hierzu verschiedene Kriterien herangezogen:

  1. Anpassung von Inhalten auf einen Darstellungsbereich
  2. Darstellungsbereich konfigurieren
  3. Interstitials für die App-Installation vermeiden, durch die Inhalte überdeckt werden
  4. Lesbare Schriftgröße
  5. Plugins vermeiden

Diese Kriterien werden nicht nur offengelegt, damit die Bewertung nachvollziehbar wird, sondern du kannst eine Erklärung zu jedem Faktor finden, indem du auf den Link klickst, der bei jedem Faktor dabei ist.

Die wichtigsten Faktoren für eine gute Websitegeschwindigkeit

Wer die Geschwindigkeit seiner Webite misst, möchte gute Resulatate sehen. Um das zu erreichen,
kannst du die folgenden Faktoren optimieren:

  1. Browser-Caching
    Wenn du das Browser-Chaching für deine Website aktivierst, gibst du dem Browser vor, bestimmte
    Dateitypen nicht bei jedem Seitenaufruf zu laden, sondern diese erst nach Ablauf einer bestimmten
    Zeit erneut vom Server anzufragen. Dadurch kann eine höhere Websitegeschwindigkeit gemessen
    werden.
  2. Render-Blocking
    Um deine Website zu laden und sie dem Nutzer zu zeigen, geht der Browser nach und nach die
    dafür nötigen Ressourcen durch. Das sind zum Beispiel Angaben den Style deiner Website
    betreffend oder JavaScript-Dateien, die entsprechend vom Webserver geladen werden. An dieser
    Stelle gibt es Möglichkeiten zur Optimierung, um keine Zeit zu verlieren:
    Alle Ressourcen, welche zur ersten Darstellung der Website nötig sind, werden direkt in den
    Kopfbereich beziehungsweise Head der Website eingebettet. Andere Ressourcen, welche erst im
    Nachhinein benötigt werden, da sie beispielsweise ein Bild am Fuß der Website darstellen, werden
    zu einem späteren Zeitpunkt geladen.
  3. Above the fold
    In diesem Kontext wird häufig von dem Begriff „Above the fold“ gesprochen. Dieser beschreibt
    den Ausschnitt einer Website, den der Besucher zuerst sieht bevor er scrollt. Im Bezug auf die
    Optimierung des PageSpeeds ist es somit von Bedeutung, alle nötigen Ressourcen zur Darstellung
    dieses Bereichs zuerst zu laden.
  4. CSS und JavaScript
    Die meisten Websites verwenden mehrere Stylesheets (CSS). Gerade bei Content-ManagementSystemen
    wie zum Beispiel Joomla! ist das der Fall, da diese vom genutzten Template und
    verschiedenen Erweiterungen eingebunden werden. Diese Dateien zu kombinieren, hilft dabei, die
    Gesamtanzahl von Dateien zu reduzieren, die ein Browser vom Webserver beziehen muss. Da jede
    einzelne Anfrage ihre Zeit benötigt, lässt sich an dieser Stelle ein weiterer Bonus erzielen.
    Durch die Minimierung und Komprimierung des Styles wird darüber hinaus die zu übertragende
    Datenmenge reduziert.
    Auch JavaScript-Code lässt sich minimieren und komprimieren – mit den gleichen Vorteilen wie bei
    Stylesheets.
  5. Bilder
    Bilder sind zentrale Inhalte und Designelemente von Websites. Allerdings nehmen sie tendenziell sehr viel Speicherplatz in Anspruch und verursachen somit lange Ladezeiten. Daher ist es von großem Vorteil, Bilder vor der Einbindung in die Website zu skalieren und direkt auf die benötigte Größe zu verkleinern. Darüber hinaus ist es hilfreich, die Qualität eines Bildes mit Hilfe von Bearbeitungsprogrammen zu reduzieren, ohne dass dies auf dem Bild direkt ersichtlich wird. Weiterhin sollte die Bildgröße dem Browser direkt vorliegen, damit er diese nicht bestimmen muss. Das wird mithilfe der HTML-Attribute „width“ (Breite) und „height“ (Höhe) festgelegt.

Weitere Einflüsse beim Website Geschwindigkeit messen

Für die Geschwindigkeit der Website spielen ebenfalls grundlegende Faktoren eine Rolle, so haben Content-Managementesysteme wie Joomla! oder WordPress von grundauf einen verlangsamenden Einfluss auf Websites, da sehr viel geladen werden muss.
Jedoch gibt es viele Erweiterungen, welche man in die Content-Management-Systeme (CMS) integrieren kann, die bei der Suchmaschinenoptimierung und somit auch bei der Verbesserung der Webistegeschwindigkeit helfen.

Website-Geschwindigkeit-messen-aimy-speed-optimization

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Für Joomla! gibt es zum Beispiel diese:

1. Aimy Speed Optimization

nimmt sich einen Großteil der genannten technischen Optimierungen vor:

  • CSS und JavaScript minimieren und komprimieren
  • Blockierenden Seitenaufbau verhindern
  • Browser-Caching nutzen
  • Komprimierung aktivieren

Hierbei gibt es lediglich die Einschränkung, dass die Erweiterung Browser-Caching und Komprimierung derzeit nur auf Apache Webservern unterstützt. Mit wenigen Klicks können mit dieser Erweiterung viele Punkte in der Skala der Page Speed Auswertung gewonnen werden

2. SIGE und SEOFLI

Die Kombination von den Erweiterungen SIGE und SEOFLI decken viele der genannten
Optimierungen bei Bildern ab.
SIGE ist eine Bildergalerie – es können aber auch einzelne Bilder dargestellt werden. Im Sinne der Optimierung bietet dieses Plugin:

  • Automatisches Erstellen von Thumbnails
  • Reduzieren der Qualität der Thumbnails (jpg und png)
  • Skalieren der Originalbilder

 

3. W3 Total Cache für WordPress

Eins der beliebtesten Plugins zum Messen der Websitegeschwindigkeit für WordPress. Es gibt bereits sehr gute Artikel, wie die umfangreichen Einstellungen am besten funktionieren. Auf der Pluginseite selbst zeigt ein Video, wie eine WordPress Website locker in unter 2 Sekunden lädt.

Im Blog von Netzum Sorglos gibt es weitere Informationen rund um das Thema
Suchmaschinenoptimierung und Websiteerstellung.

Infos zum Autor:

Victoria Britscho ist seit dem Jahr 2013 als duale Studentin mit dem Schwerpunkt Marketingkommunikation und Public Relations bei Netzum Sorglos tätig. Daher beschäftigt sie sich sehr viel mit den Themen Suchmaschinenoptimierung und Websiteerstellung sowie Onlinemarketing

Victoria Britscho

Netzum Sorglos

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