Du hast es wahrscheinlich schon immer geahnt. Es gibt etwas da draußen, dass dir dabei helfen kann besser zu werden. Viel besser sogar!

Und dein Gefühl trügt nict.

Das Beste daran ist, dass es auch noch kostenlos für dich ist.

Na gut, kostenlos gibt es eigentlich gar nicht. Denn du musst IMMER deine Arbeitszeit berücksichtigen, aber das ist ein anderes Thema 🙂

Lass mich dich also mitnehmen auf eine kleine Reise in die Welt der Erfolgsmessung.

Was ist Google Analytics und warum solltest du es dir unbedingt anschauen?

Natürlich kennst du Google. Immerhin bist du ein smarter Blogger. Jeder smarte Blogger kennt Google.

Viele dieser Blogger behaupten auch, dass sie Google Analytics „kennen“ würden. Und das ist meistens eine Lüge!

Denn häufig ist es so, dass diese Blogger lediglich die Bezeichnung Google Analytics kennen oder evtl. mal hineingeblickt haben. Doch die wenigsten setzen es smart ein.

Warum ist das so?

Nun, wer sich mit Google Analytics nur sporadisch beschäftigt, der wird von der Flut an Informationen schnell überwältigt und kommt meistens vorschnell zu dem Schluss, dass das doch alles „Mumpitz“ ist.

Häufig höre ich in meinen Seminaren, dass Google Analytics doch völlig überladen und unübersichtlich ist. Zudem könnten auch andere Tools dieselbsen Informationen einfacher zur Verfügung stellen.

Entsprechen diese Aussagen der Wahrheit?!

Zum Teil können diese häufig gemachten Aussagen zustimmen.

Wer nämlich keine Ziele für sich oder sein Blogbusiness definiert hat, der weiß auch nicht was er eigentlich messen soll. Somit erübrigt sich jegliche Erfolgsmessung.

Irgendwelche Zahlen und Grafiken kann sich jeder anschauen.

Zumeist werden nur die sogenannten “Vanity Metrics” betrachtet ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden die Dinge mal miteinander zu kombinieren.

Vanity Metrics sind Zahlen wie etwa Views oder Besucher.

Du kannst zu deinen Freunden rennen und ihnen erzählen, dass dein Blog 20.000 eindeutige Besucher hat.

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„WOW! Klasse. Und?“

„Wie und?!“

„Na, was hast du davon?“

„???“

Ein typischer Dialog. Besonders beliebt bei YouTube „Schulhof-Stars“ 😉

Aber du bist anders.

Du bist smart und daher weißt du, dass das nicht alles sein kann.

Google Analytics kann nämlich eine ganze Menge mehr als NUR Vanity Metrics zur Schau stellen.

Es zeigt dir u.a. auch:

  • was deine Besucher auf deinen Blogseiten so treiben
  • wie lange sie auf den unterschiedlichen Artikeln verharren
  • wie häufig die gleichen Personen wieder vorbeischauen
  • woher deine Besucher eigentlich kamen
  • ob deine Werbekampagnen auch zielführend waren oder du Geld verschwendet hast
  • wie viel Umsatz du in welcher Zeit über welchen Kanal gemacht hast
  • wie alt deine Besucher nach Interessengruppen sind
  • welche Themen deine Besucher noch toll finden

Nun, was soll ich sagen.

Diese kleine Liste könnte ich noch um viele Punkte ergänzen. Allerdings kommt es mir hier gerade auf die letzten beiden Punkte an.

Denn du solltest immer dem wichtigsten Prinzip folgen: Bauen – Messen – Lernen

Und wie könntest du besser messen, als mit einem kostenlosen Tool, das all die oben genannten Dinge kann und noch vieeeeel mehr 🙂

Hab keine Angst und schau dir Google Analytics einfach mal an. Doch bevor du es live für dein Blog einsetzt, lies bitte erst zu Ende.

Du weißt jetzt was Google Analytics ist. Ein Werkzeug zur Erfolgsmessung. Oder um es im Fachjargon zu sagen, ein Tool für Monitoring und Controlling.

Und du solltest es als smarter Blogger wenigstens kennengelernt haben.

Glaub mir. Ca. 80 Prozent meiner Seminarteilnehmer „beißen sich in den Hintern“, dass sie Google Analytics nicht schon viel eher eingesetzt haben. (Wölfe halt ;))

Doch kommen wir nun konkret dazu, wie du es für bessere Überschriften einsetzen kannst.

Wie profitieren deine Überschriften davon?

Stellen wir uns gemeinsam mal folgende Situation vor:

Du sollst Kühlschränke verkaufen. Möglichst viele davon.

Du produzierst also tolle Werbetexte. Du führst alle Vorteile auf, wie etwa die enorme Kühlleistung oder den riesigen Stauraum im Eisfach.

Du schreibst, schreibst, schreibst und schreibst.

Doch verkaufst nicht einen Kühlschrank.

Ein paar Tage nachdem deine Frustration so richtig angewachsen ist kommt zufällig jemand der Eskimos auf dich zu und fragt wie es läuft?!

Hättest du doch nur schon vorher gewusst, dass sich die potentiellen Kunden für ganz andere Eigenschaften deiner Kühlschränke interessieren 😉

Ok, machen wir es etwas anwendbarer für dein Blogbusiness.

Es passiert gar nicht so selten, dass die Suchmaschinen uns in irgendwelche thematischen „Ecken“ schieben, in denen wir eigentlich gar nichts zu suchen haben.

Plötzlich sehen Menschen deine Artikel in den Suchergebnissen, die aber, nach einem Klick auf deine Webseite, feststellen, dass sie falsch sind.

Ich habe z.B. in meinem Unternehmensblog von Wenda IT & Web einen Artikel über „digitales Sampling“ produziert. Es handelt sich dabei um das Thema des marketingtechnischen Samplings. Also Pröbchen verteilen um es kurz zu machen.

Google meinte aber, dass dieser Artikel prima zum Thema „digitales Sampling im Musikbusiness“ passt 😉

In Google Analytics konnte ich sehr schön erkennen, dass die Besucher über dieses Keyword sage und schreibe 2,5 Sekunden auf meiner Seite waren. Aber hey, sie waren da. Juchuh! Hauptsache Besucher! (Blödsinn)

Du benötigst genau die Besucher, die zu deinem Thema und möglichst zu deinem Tribe passen.

Du bist sehr wahrscheinlich hier auf erfolgswolf unterwegs, weil du dich für Internetmarketing und Erfolgsmessung bzw. Erfolg haben interessierst. Oder auch für digitale Produkte.

Aber sicher nicht, weil Google dieses Blog in irgendwelchen Zoosparten abgelegt hat und du eigentlich Tierwärter werden möchtest, hehe.

Wenn du also genau den Nerv deiner qualitativ hochwertigsten Besucher treffen möchtest, dann sieh dir doch einfach an welche Themen sie sonst noch interessiert und verknüpfe das Wissen.

Erfolgsmessung ist wie kochen.

Natürlich weißt du welche Rezepte deine Freunde mögen. Aber warum nicht mal Zimt auf dem Pudding ausprobieren?!

Denn heimlich hat dir ein Außenstehender verraten, dass deine Freunde unheimlich gerne Zimt mögen.

Du kombinierst beim nächsten Mal den Pudding mit dem Zimt und „Bumm“, deine Freunde werden von nun an nie mehr woanders Pudding essen gehen 🙂

Ok, bleiben wir wieder etwas näher an deinem Blogbusiness.

Ich habe vor ca. 1 Woche aus genügend Daten aus meinen Google Analytics Dashboards gesehen, dass die meisten meiner erfolgversprechendsten Besucher Menschen sind, die sehr Technik affin (kein Wunder beim Thema Erfolgsmessung) und auch totale TV und Spielfilmliebhaber sind.

„Aber woher soll denn Google Analytics das bitte wissen?!“

Gute Frage.

Die Werbung machts möglich.

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Viele Menschen sind ohne AdBlocker oder ähnliche Programme im Netz unterwegs. Im Schnitt sind die Deutschen übrigens Weltmeister beim Einsatz solcher Programme. Satte 15% der Internetuser waren es in der letzten Studie.

Doch der große Rest kann hervorragend gemessen werden.

Jeder Werbekontakt ist eine Informationsquelle für Google und andere Dienstleister wie etwa Facebook oder Bing von Microsoft.

D.h. wenn ein Internetuser von Webseite zu Webseite surft und dabei die unterschiedlichsten Suchwörter eingibt oder bei Amazon Produkte anklickt, dann wissen die Werbefirmen das.

Google bezieht sehr viele Daten aus den Google AdSense Werbebannern, die noch immer viele Websitebetreiber gerne einsetzen, um ein bisschen Klickprovision zu bekommen.

demografiedaten-erfolgswolf-02

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All diese Informationen des Besuchers laufen nun in dein Google Analytics.

Besser geht es fast nicht!

Allerdings solltest du dabei auf eins zwei kleine Fallstricke bezüglich des Datenschutzes achten, aber lass mich dir dazu gleich mehr erzählen.

Alles was du brauchst, um diese Informationen zu bekommen, ist Google Analytics und ein aktiviertes Tracking der Demografiedaten.

Also, diese 7 Schritte benötigst du für das Demografietracking:

  1. du machst einen Account bei Google und dann bei Google Analytics fertig
  2. du unterschreibst den Auftragsdatenverarbeitungsvertrag (http://static.googleusercontent.com/media/www.google.com/de//analytics/terms/de.pdf) zweimal und schickst ihn zu Google (gleich mehr dazu)
  3. du fügst den dann generierten Trackingcode auf deine Webseite ein
  4. du aktivierst in der Verwaltungsoberfläche das Demografietracking
  5. du fügst zwei weitere Zeilen dem Trackingcode hinzu
  6. du erweiterst deine Datenschutzangaben, um den Hinweis, dass du Google Analytics einsetzt
  7. du wartest auf genügend auszuwertende Daten

„Und was habe ich nun konkret davon?!“

Du weißt nun welche Affinitäten deine Besucher noch haben.

Jetzt kannst du neue „Rezepte“ ausprobieren. Wie der Pudding mit Zimt halt.

Google Analytics hat dafür die Berichte unter dem Menüpunkt „Affinitätskategorien“.

Du weißt auch wie alt deine Besucher sind. Zudem ob sie eher männlich oder weiblich sind.

Mit diesem Wissen kannst du noch spezifischer Überschriften schreiben und deine Besucher „abholen“.

Ich verwende im nächsten (oder vielleicht diesen ;)) Beitrag meines jungen erfolgswolf.de Blog einfach mal ein Filmzitat für die männlichen Besucher von 25-34 Jahren, die ebenfalls Fotografie sehr mögen.

demografiedaten-erfolgswolf-03

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Ich BAUE also eine neue Art Überschrift, dann werde ich sie MESSEN, um daraus zu LERNEN 🙂

Bisher habe ich diese Methodik für die Landingpages von Kundenprojekten eingesetzt.

Da diese Herangehensweise, in Kombination mit AB-Tests (die du übrigens auch mit Google Analytics machen kannst), sehr gut zum Erreichen der geforderten Projektziele beitrug, wird nun auch mein junges Blog davon profitieren.

Und da ich bei vielen Links in Newslettern UTM-Links sehe, bin ich mir sicher, dass schon so einige smarte Entscheider den absoluten Mehrwert von Google Analytics erkannt haben 🙂

UTM steht übrigens für Urchin Tracking Module. Urchin war das Unternehmen, das Analytics ursprünglich entwickelt hat. Google hat es aufgekauft, aber die Links mit Parametern vom Wording her gelassen.

Bevor du nun also selbst loslegst, lass uns noch schnell auf unsere deutschen Datenschutzgesetze schauen.

Wie richtest du es selbst rechtskonform ein?

Etwas weiter oben habe ich dich bereits auf den Auftragsdatenverarbeitungsvertrag (was für ein Wort) hingewiesen.

Da Google einen sehr großen Datenpool besitzt, muss das Unternehmen in der EU härtere Regeln einhalten.

Das gilt also auch für dich, insofern du die Power von Google Analytics nutzen möchtest.

Aber scheu dich nicht vor kleine Anpassungen am Trackingcode. Es ist nur „Copy and Paste“. Und zwei Überschriften auf einen Vertrag zu bringen bekommt wohl auch noch jeder hin.

Zu guter Letzt erweiterst du deine Datenschutzangaben im Blog um einen Google Analytics Hinweis. Sieh dir einfach meine Datenschutzhinweise an.

Übrigens benötigst du für rechtskonformes Besuchertracking auch die Möglichkeit, dass dein Besucher sich „austragen“ kann. Bzw. einen Hinweis auf Trackingcookies beim Besuchsstart. Diese Hinweise sind dir bestimmt schon mal bei Google oder anderen Webseiten aufgefallen.

Dazu schaue dir die Quelle von Datenschutzbeauftragter-info.de an. (https://www.datenschutzbeauftragter-info.de/fachbeitraege/google-analytics-datenschutzkonform-einsetzen/)

Ich möchte dir hier noch zeigen wie der Trackingcode von Google Analytics dann auf deiner Seite mit Demografieauswertung aussieht:

 

<script>

(function(i,s,o,g,r,a,m){i[‚GoogleAnalyticsObject‘]=r;i[r]=i[r]||function(){

(i[r].q=i[r].q||[]).push(arguments)},i[r].l=1*new Date();a=s.createElement(o),

m=s.getElementsByTagName(o)[0];a.async=1;a.src=g;m.parentNode.insertBefore(a,m)

})(window,document,’script‘,’//www.google-analytics.com/analytics.js‘,’ga‘);

ga(‚create‘, ‚UA-XXXXXXX-X‘, ‚website.de‘);

ga(‚require‘, ‚displayfeatures‘);

ga(’set‘, ‚anonymizeIp‘, true);

ga(’send‘, ‚pageview‘);

</script>

 

Dabei stehen die X nach der UA Kennung für deine einzigartige ID, die automatisch von Google Analytics vergeben wird und website.de natürlich für deine zu trackende Seite.

Die beiden Funktionen “displayfeatures” und “anonymizeIp” sorgen zum einen für das Sammeln der Demografiedaten und zum anderen für das Anonymisieren der IP-Adressen der Besucher. Gerade der letzte Punkt ist in Deutschland zwingend erforderlich.

Fazit

Google Analytics gehört zu einem der mächtigsten Tools, um Erkenntnisse über seine Besucher zu gewinnen.

Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl an Möglichkeiten wie Google Analytics dein Blogbusiness unterstützen kann.

Sehr nützlich sind die sogenannten Affinitätskategorien, die dir Anzeigen welche Interessen deine Besucher haben.

Dieses Wissen kannst du hervorragend für deine Überschriften nutzen, um noch zielgruppenspezifischer zu „werbetexten“.

Ein kleines Manko in der Nutzung von Google Analytics besteht lediglich an der Berücksichtigung der rechtlichen Hinweise, vor allem in der EU.

Insgesamt kann ich mir die Auswertungen von Google Analytics aus meiner Erfolgsmessung nicht mehr wegdenken.

Solltest du dein Blogbusiness also von vornhinein professionell aufsetzen wollen, dann nutze die Macht dieses kostenlosen Tools.

Welche Interessen haben deine Besucher? Woher stammt dein Wissen (deine Vermutungen) darüber? Und wie nutzt du diese Erkenntnisse in deinem Blog?

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