POST?!

Dieses gelbe Unternehmen mit den Paketen und so?! 😉

Nein nein. Hier geht es um einen professionellen methodischen Ansatz aus dem Social Media Management.

Mit dieser Herangehensweise kannst du dein Projekt schnell und effektiv auf die Beine stellen. Besonders spannend wenn du diese Methode bei einem Akquisegespräch einsetzt.

Doch worum geht es konkret?

 

Was ist die POST Methode?

Josh Bernoff und Charlene Li (Buchempfehlung: Groundswell: Winning in a World Transformed by Social Technologies ) sind in der Welt der Social Media weit bekannt. Sie entwickelten u.a. die heutigen typischen Begrifflichkeiten der Szene und ebenfalls die POST Methode.

P (People bzw. Zielgruppe)

O (Objectives bzw. Zieldefinitionen)

S (Strategy bzw. Strategie :))

T (Technology bzw. technische Kanäle)

So wird es hoffentlich langsam etwas deutlicher.

Zunächst einmal machst du dir bei dieser Methode Gedanken um die Zielgruppe. Also, wie alt sind die Menschen die du erreichen möchtest? Was haben sie für besondere Eigenschaften? Wie viel verdienen sie im Monat? Wo wohnt diese Zielgruppe üblicherweise? usw.

Ich verwende auch gerne „Persona“ um meine Zielgrupper herauszuarbeiten. Dabei nimmst du ein Foto zur Hand von irgendeiner Person die deiner Zielgruppe entspricht. Oder du „malst“ diese Person auf. Du entwickelst also nicht nur gedanklich die Kriterien deiner Zielgruppe, sondern du stellst sie dir visuell dar.

Für diesen Beitrag habe ich Bubbl.us (Ein Tool für Mindmaps. Stelle ich später nochmal genauer vor.) verwendet um das gesamte POST Konzept zu verdeutlichen. Da konnte ich leider kein Foto bei P hinkleben 😉 Aber wenn es möglich ist verwende ich eine Persona.

Das O, also die Ziele sollten immer SMART sein. Das kennst du ja bestimmt schon. Du bist ja ein smarter Entscheider 🙂 Na ja, in meinem kleinen Bild zu diesem Beitrag findest du es nochmal.

Alle Punkte dieser Methode tragen zur Planung der eigentlichen Contentstrategie bei. Doch gerade die eigentlichen Ziele, die erreicht werden sollen, steuern die weiteren Überlegungen deutlich.

Denn der folgende Punkt S, also die Strategie an sich baut auf diesen Zielen und natürlich der vorangegangenen Definition der Zielgruppe auf.

Zum T komme ich ein wenig weiter unten noch. Lass uns zunächst mal die Contentstrategie im Kern behandeln.

Die Contentstrategie im Herzen von POST

Da ich ein Praxistyp bin habe ich zu diesem Beitrag einfach meine eigene Planung der Contentstrategie herangezogen. So produziere ich eine Strategie und gleich einen Blogbeitrag. Das ist ganz schön smart oder? 🙂

(Hier nochmal das Beitragsbild zum größer machen.)

POST-Contentstrategie

POST-Contentstrategie

Wenn ich bei einem potentiellen Kunden vor Ort bin „male“ ich einen Kreis mit 12 Abschnitten auf ein Blatt Papier. Ja, ich arbeite auch noch manchmal mit Stift und Zettel.

Dann findet ein Brainstorming statt. Mein Interessent und ich überlegen welche Themen alle in einer Contentstrategie behandelt werden könnten. Wir legen also die Inhalte fest, die das Unternehmen (typischerweise) in der nächsten Zeit produzieren will.

Warum machen wir das? Nun, weil wir die Ziele für unsere Zielgruppe erreichen wollen.

Mach am besten gleich mal mit und kritzel schnell mal einen Kreis mit 12 Bereichen auf ein Blatt Papier. So hast du gleich auch am Ende dieses Beitrags deine Contentstrategie entwickelt. Na gut, du musst natürlich noch das P und das O berücksichtigen 😉

Wie dem auch sei.

Jetzt schreibst du wirklich alle Begriffe ein die dir so einfallen zu deinem Thema. Bei mir sieht das ungefähr so aus:

SEO, Erfolgsmessung, Grundlagen, SEM, Website, Tools, Tynt, Webmaster Tools, AdWords, Analytics, WooRank, Optimicely, ROI, Rohdaten, Kategorien, Kennzahlen, Leistungskennzahlen, KPI, Strategie, EKS, Onpage, Offpage, Produkte, Dienstleistungen …

Uff! Das ist genug „Futter“ um mir jetzt Gedanken zu machen wie ich diese Themen ordne. (20 Minuten Pause)

Okido.

Wie du in meinem Bild zum POST Konzept entnehmen kannst, baue ich meinen Content so auf meine Ziele auf, dass ich erst mit den Grundlagen anfangen werde.

Ich mache zunächst eine Quartalsplanung. Da ich noch nicht weiß inwiefern erfolgswolf anläuft werde ich mir meine ZDF (Zahlen, Daten und Fakten) am Ende des Quartals genauer anschauen. Na gut, wir machen das dann zusammen 🙂

So hole ich auch die Einsteiger ab und kann die Grundlagen über Rohdaten, Kennzahlen und Leistungskennzahlen vermitteln. Ganz wie in meinen Online- und Social Media Marketing Kursen zum entsprechenden Themengebiet der Erfolgsmessung.

Danach gehts ab in die Tools. Und da fallen mir spontan noch mal 21 ein, die ich beitragsmäßig in Text, Audio und Video verarbeiten kann.

Doch immer schön einen Schritt nach dem anderen.

Bist du jetzt auch schon soweit? Hast du ein paar Themen aufgeschrieben und diese grob geordnet? Tipp: Wenn du zu bestimmten Zeiten Messeauftritte bewerben oder beschreiben möchtest, dann plane den jeweiligen Beitrag 2 bis 3 Monnate vorher. Bei größeren Events ruhig noch länger und häufiger planen und schreiben.

Nun kannst du die Beiträge zeitlich und thematisch strukturell feinabstimmen.

Ziehe einfach mit einem Stift von einem Wort bzw. Thema aus dem Brainstorming einen Pfeil in die Bereiche des 12 teiligen Kreises. Hast du es schon gemerkt? Der Kreis stellt einen Jahreskalender dar. Du kannst natürlich von Januar bis Dezember auch mehrere Themen in einen Bereich schematisch einzeichnen. Je nachdem wie viele Beiträge du tatsächlich monatlich schaffst.

Du siehst bei mir, dass 5 Beiträge in einem Monat mir völlig ausreichen. Und das ist wirklich mein persönliches Limit. Andere Blogger schreiben teilweise 3 mal die Woche oder noch mehr. Es liegt ganz bei dir. Nur quäl dich nicht. Es muss alles Spaß machen 🙂

 

Alles hat ein Ende und das POST hat ein T

Unsere Contentstrategie steht.

Doch was mache ich mit meinen Inhalten? Sollen es alles Blogbeiträge werden? Oder bereite ich Themen lieber als Webinar auf? Oder doch lieber eine Gruppendiskussion auf Facebook?

Die Technologie bezieht sich auf die Kanäle die bedient werden sollen. Hier greift die sogenannte Mediaplanung.

Denke immer dran, dass deine Inhalte aus Text, Audio, Bild oder Video bestehen können.

Meine Idee ist es erfolgswolf genauso aufzubauen wie die Bücher von O’Reilly. Z.B. diese Buchempfehlung: HTML5-Programmierung von Kopf bis Fuß: Webanwendungen mit HTML5 und JavaScript) Vor allem der „Blick ins Buch“ ist sehr interessant.

Wissen lässt sich am esten vermitteln wenn beide Hirnhälften angestrengt werden. Und das klappt prima mit einem Mix aus lesen, hören oder sehen abgewechselt mit kreativer Arbeit wie Kreuzworträtsel lösen, Lückentexte ausfüllen etc.

Ja, auch auf erfolgswolf soll es sowas tolles geben. 🙂

Typischerweise mache ich mir, mit meinem potentiellen Kunden zusammen, Gedanken welcher Kanal wie bedient werden soll. Dafür gibt es, ebenfalls aus dem Groundswell, die 5 Handlungsempfehlungen.

Zuhören, Sprechen, Aktivieren, Unterstützen und Einbinden

Die Leitfragen dazu sind z.B. ob mein Twitterkanal den Kunden helfen soll Probleme zu beheben oder ob dieser doch lieber nur ein reiner Infokanal sein soll. Best-Practice-Beispiele sind u.a. die Kanäle der Deutschen Bahn. (Supportkanal und Infokanal)

Meine Idee für erfolgswolf ist es Beiträge im Blog zu verfassen, Webinare über Edudip zu gestalten und Offpageoptimierung mittels Kommentare auf anderen Blogs und Einträge in RSS Verzeichnisse durchzuführen. Desweiteren läuft die technische Verteilung zunächst noch über die sozialen Kanäle von Wenda IT & Web inkl. Newsletter.

Ich habe ja schon eine kleine „Fanbase“. Vielleicht mag der ein oder andere den Stil auf erfolgswolf lieber.

Hier habe ich noch eine schöne Slideshare zum Thema gefunden:

 

Fazit

Eine Contentstrategie kann relativ schnell und unkompliziert gestaltet sein. Ich habe für meine Contentstrategie jetzt ca. 1 Stunde 30 benötigt. Das Schreiben hier hat wesentlich länger gedauert 😉

Natürlich wachsen die Anforderungen an eine Contentstrategie mit der Größe oder Ausprägung eines Unternehmens.

Viele Autoren in einer Redaktion zum Beispiel müssen evtl. koordiniert werden. Jeder hat andere Themen, die regelmäßig bearbeitet werden müssen. Oder es gibt haufenweise Messetermine oder trendbezogenen Inhalt.

Es gilt wie immer das wichtigste Prinzip: Anfangen und Machen!

Verwende also jetzt selbst einmal das POST Konzept. Denke an die Persona bei der Zielgruppenbestimmung wenn möglich. Mache deine Ziele SMART. Mache bei der Contentstrategie einen 12 teiligen Kreis um die Themen, die aus deinem Brainstormig entstanden sind, aufs Jahr einzuteilen. Und zu guter Letzt überlege welche Kanäle du verwenden möchtest und welche Handlungen dort sinnvoll sind.

In einem Kundengespräch verwende ich das vollgeschriebene Blatt Papier ab und an auch als Pflichten-Lasten-Heft. Denn wenn der Kunde ebenfalls sein Grips mit in die Entwicklung gesteckt hat, dann ist es viel mehr auch seine Angelegenheit. Trockene Strategien und Konzepte, die einem Kunden erst nach Fertigstellung vorgelegt werden sind Schnee von gestern. Wir leben in einer Welt des Crowdsourcing.

Hast du dich bereits smart entschieden jetzt eine Contentstrategie mittels POST Methode zu entwickeln? Und was sind deine Ergebnisse?

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